Zug um Zug
Flossing ist eine Bandage-Technik zur Verbesserung der Beweglichkeit und Reduktion von Schmerzen bis hin zur Schmerzfreiheit. Die Erfahrungen in der Praxis unterstreichen den Nutzen der breiten Latexbänder für Patienten mit schmerzhaften Bewegungseinschränkungen. Flossing ist eine Weiterentwicklung aus der Manuellen Lympdrainage mit vielen neuen Möglichkeiten in der Anwendung und mit beeindruckenden Ergebnissen.
Der Therapeut umwickelt das Flossing Band gelenksnah an der betroffenen Extremität, sodass das Gebiet großflächig unter Kompression steht. Dieser unter Umständen recht intensiv spürbare Zug wird einige Minuten aufrechterhalten. In dieser Zeit der Kompressionsphase nutzen Patient und Therapeut die Zeit. Je nach Beschwerdebild bewegen sie das Gelenk und Gewebe aktiv oder passiv. Manuelle Gelenktechniken unterstützen den Arbeitsablauf.
Nach einigen Minuten löst der Therapeuzt das Flossing Band, sogleich zeigt sich eine verbesserte Beweglichkeit und ein geringeres Schmerzempfinden. Nach der mechanischen Kompression folgt durch das Lösen des Flossingbandes eine verstärkte Durchblutung. Dadurch kommt es auch zur Rückführung von lymphlastigen Stoffen aus dem interstitiellen Bindegewebe.
Sogenannte Crosslinks (Störfelder oder „Verklebungen“) können mit dieser Technik aufgehoben werden und sinnvoll für ein breites Spektrum von Schmerzpatienten eine echte Hilfe sein. Durch das abgebundene und fixierte Gelenk wirken starke Scherkräfte auf das Gewebe ein, welche selbst den Muskeltonus nachhaltig regulieren. Ausgelöste, hormonelle Prozesse im Gewebe, welche durch diese Arbeitstechnik provoziert werden, regulieren auch nachhaltig den Muskeltonus. Dies führt zu einer erhöhten Bewegungsfreiheit der behandelten Areale. Die reflektorische Wechselwirkung auf den gesamten Organismus stellt sich vitalisierend und positiv mobilisierend dar.
Vom ersten Therapieschritt zur mobilen Freiheit ist dieses Konzept eine schnelle Hilfe mit System.
