Eine Zusammenfassung aus dem Buch von „Mitochondrientherapie“ von Dr. Kuklinski:
Bei Kindern äußern sich mitochondriale Störungen als Allergien und Intoleranzen, Neurodermitis, gehäufte Infekte (Mittelohrentzündungen, Nasenpolypen), unruhiger Schlaf, nächtliches Schwitzen, morgendliche Appetitlosigkeit, unklare Bauchbeschwerden, rasche Erschöpfbarkeit, eingeschränkte Konzentrationsfähigkeit, ADHS, Gähnzwang, Ängstlichkeit.
Bei Erwachsenen fällt die schlechte Alkoholverträglichkeit, die körperliche und geistige Leistungsminderung sowie die totale Erschöpfung am Abend auf. Heißhungerattacken, Blähungen, Sodbrennen und Müdigkeitseinbrüche auf Süßes sind typisch. Kohlehydrate verschlechtern die Mitochondrienfunktion. Darum kommt es in der Nacht nicht nur zu Unterzuckerungen mit Herzrasen, Schweißausbrüchen und Panikattacken, sondern in der Früh auch zu Schmerzen in verschiedenen Gelenken (durch die Anhäufung von Milchsäure), in der Lendenwirbelsäule, in Sehnen und Bändern. Die Fingermittelgelenke sind oft geschwollen. Typisch ist auch, dass die erste Mahlzeit meist erst mittags eingenommen wird. Die Energie reicht meist nur für wenige Stunden. Überempfindlichkeit gegen Licht, Geräusche, Zugluft, Gerüche sind häufig. Weitere Symptome sind Muskelschwäche gepaart mit Kribbeln und Taubheitsgefühl an den Fingern und Füßen, Stechen, Ziehen, Hautbrennen bis zu unerträglichem Zungen- und Fußsohlenbrennen, Migräne und Kopfschmerzen. Schon unangenehme Gespräche, Telefonate, Termine und unerwarteter Besuch führen zu Stressreaktionen mit rascher Erschöpfung. Muskelverspannungen, Fahrigkeit, Vergesslichkeit (Wortfindungsstörungen, schlechtes Namensgedächtnis), Herzjagen, Durchfall und Unbeherrschtheit treten auf sowie massive Müdigkeit nach kohlehydrathaltigem Essen (Fresskoma) und kalte Füße (selbst im Sommer mit Wärmflasche oder Socken ins Bett). Fieberreaktionen bei Infekten liegen jahrelang zurück, alles Hinweise auf einen massiven Energiemangel.
Unbehandelt führen die Mitochondriopathien oft zu schweren Erkrankungen wie CFS (chronisches Erschöpfungssyndrom), Fibromyalgie, MCS (multiple Chemikalienempfindlichkeit), Schilddrüsenfunktionsstörungen, Autoimmunerkrankungen und Krebs.
Wie bei einem Scharnier benötigen auch die Gelenke ausreichend Schmiere, damit die Flächen bei Bewegung nicht aufeinanderreiben. Diese Gelenkschmiere, auch Gelenksflüssigkeit (Synovia) genannt, wird von der Gelenksinnenhaut produziert. Daneben hat die Synovia die Aufgabe, dem Knorpel wichtige Nährstoffe zuzuführen und Stoffwechsel-Endprodukte zu entfernen. Die Gelenkschmiere enthält vor allem Hyaluronsäure, Eiweiße, Zucker und Wasser.
Immer in Bewegung bleiben
Damit wir langfristig Spaß an der Bewegung haben, müssen wir uns um die Gesunderhaltung insbesondere der Gelenke, Knorpel und Knochen kümmern. Und da kann man einiges tun: Leichte sportliche Betätigung kräftigt die Muskeln, schont den Knorpel und fördert die Knochenstabilität. Die gesamte körperliche Fitness wird verbessert, was sich wiederum positiv auf das allgemeine Wohlbefinden auswirkt.
Mögliche Ursachen von Gelenksproblemen:
• Übersäuerung • Wenig Bewegung • Mangel an Mikronährstoffen (einseitige Ernährung) • Muskelschwäche und muskuläre Dysbalancen
Welche Arten von Gelenksproblemen gibt es?
• Arthritis (entzündliche Erkrankungen) • Arthrose (Verschleiß der Gelenke) – Haben Sie schon mal etwas von der Arthroselüge gehört? • Rheuma („Was man nicht erklären kann…“)
Mit zunehmendem Alter kann es passieren, dass sich erste Abnutzungserscheinungen der Bandscheiben zeigen und der Bindegewebsring porös und spröde wird. Außerdem speichert der Gallertkern immer weniger Feuchtigkeit, was dazu führt, dass er kleiner und härter wird. Ebenso kann sich der Abstand zwischen den Wirbelknochen zunehmend verringern, was eine Lockerung des Bandapparats auslöst.
Körperliche Überlastung strengt die Bandscheiben an
Etwaige Ursachen für einen Bandscheibenvorfall können körperliche Über- oder Fehlbelastung sein, vor allem, wenn im Alltag oft schwer gehoben wird. Doch auch Büromenschen, die den ganzen Tag vor ihrem Computer sitzen, können Verformungen des Faserrings davontragen, da sie oft eine schlechte Sitzhaltung haben.
Fehlende Rumpfmuskulatur als Ursache
Eine der weiteren Ursachen für einen Bandscheibenvorfall kann eine schlecht ausgeprägte Rückenmuskulatur sein. In diesem Fall tragen Bänder und Gelenke den Wirbelkörper – die Stabilisation sollte aber durch Muskeln passieren.
Übergewicht als Ursache für einen Bandscheibenvorfall
Ebenso können starkes Übergewicht oder eine Schwangerschaft verbunden mit einer starken Gewichtszunahme einen Bandscheibenvorfall auslösen. Ab dem 30. Lebensjahr leiden fast alle Menschen an ersten, degenerativen Veränderungen der Bandscheiben. Oft bleiben diese aber ohne Symptome und Schmerzen unentdeckt. Eine entsprechende Behandlung wird dadurch erschwert.
Durch Druck auf Nervenwurzeln kann es zu Schmerzen, Lähmungen oder Gefühlsstörungen kommen:
Bandscheibenvorfall im Bereich der Lendenwirbelsäule: Typisch sind blitzartige, ins Bein ausstrahlende Schmerzen („Hexenschuss“ oder auch Ischialgie). Die teilweise unerträglichen Schmerzen können sich beim Husten, Niesen oder Pressen noch verstärken. Es kann dem Betroffenen schwerfallen, ein Bein zu heben oder die Zehen zu bewegen, möglich ist auch ein Taubheitsgefühl in den Beinen und Füßen. In weiterer Folge kann es zu Kreuzschmerzen kommen (Lumbago). Resultat ist dann der ins Bein ausstrahlende Kreuzschmerz.
Bandscheibenvorfall im Bereich des Lendenrückenmarks: zusätzlich zu den oben beschriebenen Symptomen kann es gehäuft zu einer Störung der Blasen- und Darmentleerung kommen. In diesem Fall ist eine sofortige Operation notwendig.
Bandscheibenvorfall im Bereich der Halswirbelsäule: Nackenschmerzen, die in die Arme bis zu den Fingern, je nach Bandscheibenhöhe, ausstrahlen können – dies wiederum mit Gefühlsstörungen und/oder auch Lähmungen.
Bandscheibenvorfall im Bereich der Brustwirbelsäule: Betroffene haben Schmerzen und leiden auch an Beschwerden beim Atmen. Ausstrahlende Schmerzen in den Brustkorb lassen in manchen Fällen auch einen Herzinfarkt vermuten.
Der menschliche Körper besitzt mehr als 650 Muskeln. Zusammen mit den Knochen (rund 200), Gelenken, Sehnen und Bändern bilden sie den Stütz- und Bewegungsapparat des Menschen. Muskeln dienen grundsätzlich dazu, Teile des Körpers in Bewegung zu versetzen. Dabei sitzt die Muskulatur nicht nur am Knochen, sondern arbeitet auch in Organen wie dem Herzen oder der Lunge.
Muskeln lassen uns also nicht nur Atmen, bringen unser Herz zum Schlagen und sorgen für unsere Wärme, sondern wir verdanken ihnen letztendlich unsere Aktivität im Alltag – sie sind unser Antrieb, der Motor des Körpers.
Aktiver und passiver Bewegungsapparat
Der Bewegungsapparat hat einen weitreichenden Aufgaben- und Wirkungsbereich, z.B. die Bildung der Blutzellen im Knochenmark und der Sitz des zentralen Nervensystems in der Wirbelsäule. Nicht zuletzt beeinflusst die Skelettmuskulatur den Stoffwechsel und das Immunsystem. Der Bewegungsapparat setzt sich aus aktiven und passiven Elementen zusammen. Als Sammelbegriff hat sich der Begriff Bewegungs- und Stützapparat etabliert.
Verklebte Faszien MEISTENS URSACHE IHRER SCHMERZEN
Faszien verleihen unserem Körper Struktur. Faszie (früher Bindegewebe) bezeichnet die Weichteil-Komponenten des Bindegewebes, die den ganzen Körper als ein umhüllendes und verbindendes Spannungsnetzwerk durchdringen. Hierzu gehören alle kollagenen faserigen Bindegewebe, insbesondere Gelenk- und Organkapseln, Sehnenplatten, Muskelverbindungen, Bänder, Sehnen usw.
Manche sehen im Netzwerk der Faszien, das unseren gesamten Körper durchzieht, auch unser größtes Sinnesorgan, weil es von vielen freien Nervenendigungen durchzogen ist. Faszien sind sogar sehr gut mit Nervenfasern ausgestattet: Sie enthalten etwa sechs Mal mehr Nervenfasern als die Muskulatur! Die freien Nervenenden nehmen mechanische Reize und Schmerzen auf – ein Zusammenhang mit chronischen Schmerzen ist möglich.
Dieses Netzwerk ist auch wichtig für die Wahrnehmungen aus den Organen und die eigene Außenwahrnehmung.
>> Faszien lassen sich mit gezieltem Training und Sport trainieren.
Was sind Faszien?
Man kennt drei verschieden Formen, die nach ihrer Lage und Funktion im menschlichen Körper unterschieden werden:
1. Faszien im Unterhautgewebe Sie sind dort für Elastizität und Form verantwortlich. Du denkst an Cellulite? Richtig, auch die gehört zum Thema.
2. Tiefliegende Faszien Quasi noch weiter innen gelegen, umhüllen sie Muskeln, Blutgefäße, Nervenbahnen und Knochen. Wir begegnen ihnen ganz unterschiedlich je nach Aufgabe in Form von Bändern, Sehnenplatten, Gelenkkapseln und auch als weiche Trennwände innerhalb von Muskeln.
3. Viszerale Faszien Sie umhüllen innere Organe und bilden dort eine Art Doppelschicht, wodurch sie deren Bewegung und das Gleiten im Körper ermöglichen.
Seit ungefähr rund 100 Jahren beschäftigen sich Menschen mit Faszien. Die Ursprünge liegen in der Osteopathie. Im 20. Jahrhundert verschwanden die Faszien aus den Lehrbüchern, da man besonders Augenmerk auf die Darstellung der Muskulatur setzte. Ende des 20. Jahrhunderts und ab 2000 revolutionierten Menschen wie Stephen Typaldos, Ida Rolf, Elisabeth Dicke, Luigi Stecco und Andreas Haas die Arbeit mit Faszien. Der Anteil an Faszien im Körper eines Erwachsenen beträgt rund zwanzig Kilogramm.
Wie funktionieren Faszien?
Man sollte sich den Körper immer als Ganzes, als System, wie ein Spinnennetz vorstellen. Nichts geschieht isoliert!
Bei Bewegungsmangel oder Verspannungen wird zu wenig Schmiermittel gebildet und das tut dann weh. Wird man älter, nimmt der Flüssigkeitsanteil im System von selbst ab – und die Probleme im Bewegungsapparat zu. Das macht uns weniger flexibel.
Gesunde Faszien sind bewegliche Faszien, die den Körper schmerzfrei funktionieren lassen. Verformungen und Fehlbelastungen hingegen verursachen Schmerzen bis hin zur Entzündung.
Wieso verkleben Faszien?
Bewegungsmangel und zum Beispiel Stress (Ausschüttung von Cortisol) führen zu „Verklebungen“ der Fasern. Ruhigstellung führt zu einer Art Verfilzung und dazu, dass der betroffene Körperteil nicht schmerzfrei bewegt werden kann – und wird. Zwischen den Faszien zirkuliert Flüssigkeit. Wenn diese eindickt, kommt es ebenfalls zu den gefürchteten Verklebungen. Aber auch systematisch falsche Bewegung, also eine Fehlbelastung kann zu Schwierigkeiten führen. Denken Sie an das Karpaltunnelsyndrom.
Welche Beschwerden können von „beleidigten“ Faszien kommen?
Wenn Schmerzen auftreten, sollte man besonders an diese Bindegewebsanteile als mögliche Verursacher denken. Die Liste der Beschwerden, die ungünstige Veränderungen im Stützgewebe in unserem Körper verursachen können, ist lang:
• Der Muskelkater sollte eigentlich Faszienkater heißen! • Engpasssyndrom • Verstauchungen • Hexenschuss • Muskelfaserrisse aufgrund von Faszienverklebungen • Sehnenzerrungen und Risse • posttraumatische Schmerzen nach (auch lang zurückliegenden) Unfällen • ungünstige Wundheilung (Ab drei oder vier Wochen nach der Verletzung sollte über drei bis sechs Monate lang überschüssiges Bindegewebe durch Bewegungsreize wieder abgebaut werden.)
Wir haben die Lösungen bei Faszienproblemen. 80 % aller Schmerzen liegen laut Studien im Bereich der Muskulatur und der Faszien.
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